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Wissenschaftlicher Hintergrund
Kindergarten plus orientiert sich an Erkenntnissen aus Neurobiologie und Humanwissenschaften, dass jedem geistigen Lernschritt ein emotionaler Entwicklungsschritt vorausgeht. Studien mit Grundschulkindern machen deutlich, dass die Leistungen von Kindern und der Erfolg oder Misserfolg im schulischen Bildungssystem in hohem Maße davon abhängen, inwieweit zuvor emotionale und soziale Fähigkeiten ausgebildet werden konnten. Voraussetzung für ein gesundes Selbstbewusstsein, Respekt anderen Menschen gegenüber und spätere Erfolge in Schule und Beruf ist der Aufbau einer starken Persönlichkeit in den ersten sechs Lebensjahren. Ein besonderer Schwerpunkt früher Bildung muss daher auf der Stärkung und Förderung emotionaler und sozialer Bildung liegen.

Gemäß aktuellen Befunden der Lernforschung kann Bildung als selbsttätige, ko-konstrukutive Aneignung von Welt verstanden werden und ist mehr als geistiges Lernen. Entwicklungspsychologische Erkenntnisse zeigen, dass frühe Bildung in stabile und sichere Bindungen zu nahe stehenden Bezugspersonen eingebettet sein muss. Bildung in einem ganzheitlichen Sinne heißt daher, Kinder gleichermaßen emotional, sozial und kognitiv zu fördern. Lernen mit allen Sinnen, aktives Erkunden der Umwelt und Kennen lernen von sich selbst und anderen Menschen umfasst motorische, sprachliche, musikalische, künstlerisch-kreative, logisch-mathematische, erkundend-experimentierende, soziale und emotionale Aspekte.

Inhalte und Methoden von Kindergarten plus wurden in enger Abstimmung mit dem interdisziplinär zusammengesetzten Vorstand der Deutschen Liga für das Kind entwickelt. Dem Vorstand gehören Wissenschaftler(innen) aus den Bereichen Kinder- und Jugendpsychiatrie, Pädiatrie, Entwicklungspsychologie, Psychoanalyse, Erziehungswissenschaften, Familiensoziologie und Recht an. Besonders enge Bezüge bestehen zu Erkenntnissen aus Entwicklungspsychologie und Bindungsforschung, Erziehungswissenschaften (Frühpädagogik) und Neurobiologie.

 

 
 
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