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Infos für Förderer und Träger
Kindergarten plus ist ein wissenschaftlich fundiertes, praktisch erprobtes und bundesweit erfolgreiches Bildungs- und Präventionsprogramm zur Stärkung der kindlichen Persönlichkeit. Das Programm richtet sich an vier- bis fünfjährige Kinder in Kindertageseinrichtungen. Es fördert die sozialen und emotionalen Kompetenzen und beugt dadurch Sucht und Gewalt wirksam vor. Schirmherrin ist die Bundesdrogenbeauftragte. Mehr als 800 Kindertageseinrichtungen in Deutschland führen Kindergarten plus derzeit durch (Stand: Februar 2010).

Voraussetzungen für den Start
Kindergarten plus kann beginnen, sobald vier oder mehr Kindertageseinrichtungen in einer Region interessiert sind, das Programm durchzuführen, und ein Förderer (eventuell in Verbindung mit weiteren Förderern) bereit ist, die Kosten für die Durchführung zu übernehmen.

Kosten
Pro Kindertageseinrichtung fallen Gesamtkosten (inklusive sämtlicher Materialien und Fortbildung mehrerer Erzieher/innen) in Höhe von 810,– Euro an. Davon werden 60,– Euro der an dem Programm teilnehmenden Einrichtung als anteilige Materialkosten in Rechnung gestellt. Die verbleibenden 750,– Euro werden durch den Förderer, eventuell ergänzt durch weitere Förderer, aufgebracht.

Kindergarten plus ist ein Programm der gemeinnützigen Deutschen Liga für das Kind. Das Programm ist nicht gewinnorientiert. Die Entwicklungskosten wurden von der Deutschen Liga für das Kind aufgebracht. Die Durchführung und Implementierung des Programms vor Ort trägt sich finanziell selbst.

Folgekosten
Folgekosten entstehen nicht. Für die wiederholte Durchführung des Programms können die benötigten Verbrauchsmaterialien von der Kindertageseinrichtung kostengünstig nachbestellt werden. Eine Bestellliste ist Teil des Handbuchs. Die meisten Materialien (u. a. die Handpuppen Tula & Tim) sind mehrfach verwendbar.

Fortbildung vor Ort
An der Fortbildung können bis zu 20 Erzieher(innen) aus vier oder mehr Kindertageseinrichtungen teilnehmen, d. h. etwa drei bis sechs Erzieher(innen) pro Einrichtung. Die Fortbildung findet in der Regel an zwei aufeinander folgenden Tagen statt (erster Tag 13.00 bis 18.00 Uhr, zweiter Tag 9.00 bis 15.00 Uhr), auf Wunsch unter Einbeziehung eines Wochenendtages. Änderungen im Zeitablauf sind möglich. Ort der Fortbildung ist üblicherweise der Mehrzweckraum einer Kindertageseinrichtung, ein Gemeindesaal o. ä.

Nachhaltigkeit
Kindergarten plus kann zu einem festen Bestandteil des pädagogischen Profils werden. Alle teilnehmenden Einrichtungen erhalten den Kindergarten plus-Newsletter, der regelmäßig über die Weiterentwicklung des Programms informiert.

Im Anschluss an eine erste Durchführung kann (optional) ein Reflexionstag Kindergarten plus gebucht werden, auf dem die Erzieher(innen) ihre Erfahrungen reflektieren und Varianten der Durchführung erproben. Außerdem sind zusätzliche Erweiterungsseminare zu den Themen „Umgang mit Kindeswohlgefährdung“ und „Sprachförderung mit Tula & Tim“ u. a. möglich.

   
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Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung
Kindergarten plus wird in Abstimmung mit dem Vorstand der Deutschen Liga für das Kind laufend intern evaluiert und weiterentwickelt. Alle teilnehmenden Einrichtungen erhalten einen Evaluationsbogen, dessen Auswertung wichtige Anhaltspunkte für die Weiterentwicklung liefert.

Die Fortbildungen für die Erzieher(innen) werden ausschließlich durch von der Deutschen Liga für das Kind autorisierte, qualifizierte Ausbilder(innen) durchgeführt. Die Qualität der Fortbildung wird durch regelmäßige Reflexionstreffen sowie interne Weiterbildungen der Dozent(inn)en gewährleistet.

Wissenschaftliche Evaluation
Im Zeitraum 2008 bis 2011 wird Kindergarten plus im Land Niedersachsen wissenschaftlich evaluiert. Ziel der Evaluation ist es, die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit des Programms in Bezug auf das emotionale und soziale Lernen der Kinder mit wissenschaftlich anerkannten Verfahren zu überprüfen. Rund 600 Kinder aus 27 Interventions-und 13 Kontrollgruppen nehmen an der Untersuchung teil. Die Leitung des Projekts hat Prof. Dr. Maria von Salisch, Emotionsforscherin am Psychologischen Institut der Leuphana Universität Lüneburg. Die auf insgesamt drei Jahre angelegte Untersuchung wird vom Niedersächsischen Wissenschaftsministerium und der Deutschen Liga für das Kind finanziert.

Checkliste Zeitplan
(1) Vereinbarung (auf Wunsch und nach Verfügbarkeit) eines Informationsgesprächs vor Ort (Vorstellung des Programms gegenüber Leiter(inne)n, Erzieher(inne)n, Vertreter(innen)n des Förderers und des Trägers).

(2) Fortbildung vor Ort in Absprache mit den beteiligten Kindertageseinrichtungen, gern in Verbindung mit einem Pressetermin.

(3) Versand der Materialien an die beteiligten Kindertageseinrichtungen, zugleich Rechnungsstellung an den Förderer, die Kindertageseinrichtungen und evtl. weitere Förderer.

(4) Beginn der Durchführung von Kindergarten plus mit den Kindern.

(5) Rücksendung des Evaluationsbogens und Erhalt des Zertifikats Kindergarten plus.

 

Förderer des Programms
Kindergarten plus ist Bestandteil des Jugendprogramms der Deutschen Lions. Zahlreiche Lions Clubs fördern Kindergarten plus.

Weitere Förderer:
Baden-Württemberg: Stadt Süßen
Berlin: Allianz-Kinderhilfsfond Berlin-Leipzig e.V., Kindertagesstätten Süd-Ost
Brandenburg: Stadt Nauen
Hessen: Stadt Oberursel
Mecklenburg-Vorpommern: Unfallkasse Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen: Bürgerstiftung Bleckede, Gemeinde Cremlingen, Kirchenkreis Nienburg
Nordrhein-Westfalen: AWO/UB Hagen-Märkischer Kreis, JA Stadt Menden, Stadt Schwerte, Stadtsparkasse Schwerte
Rheinland-Pfalz: GSG Stiftung Neuwied, Kreissparkasse Mayen
Saarland: BKK Ford, Stadt Saarlouis
Sachsen: Sparkasse Meißen, Uniklinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters Leipzig
Schleswig-Holstein: Volksbank Lübbecker Land


Information und Anmeldung

Deutsche Liga für das Kind
Dr. Jörg Maywald,
Stella Valentien,
Marita Salewski,
Franziska Benthin

Charlottenstraße 65
10117 Berlin

Tel.: 030-28 59 99 70
Fax: 030-28 59 99 71

E-Mail: post@liga-kind.de
www.liga-kind.de

 

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