Home
     
  Was ist Kindergarten plus?
Welche Ziele hat das Programm?
Wie ist der wissenschaftliche Hintergrund?
Wer führt Kindergarten plus durch?
Welche Kinder nehmen an dem Programm teil?
Wie ist der Ablauf des Programms?
Welche Materialien gehören dazu?
Wie werden die Eltern einbezogen?
Wie wird beobachtet und dokumentiert?
Wie wird ausgewertet?
Wer erhält das Zertifikat Kindergarten plus?
Wie hoch sind die Kosten?
Wer fördert Kindergarten plus?
Wann kann eine Fortbildung stattfinden?
Wer hat Kindergarten plus entwickelt?

Das Programm
Häufig gestellte Fragen
 
Fortbildungen
Kindergartenplus in Deutschland
 
Infos für Lions Clubs
Infos für Förderer und Träger
 
Aktuelles
Downloads
Nachbestellungen
Links
Mitarbeiter(innen) und Kontakt
Die Deutsche Liga für das Kind
Impressum
 
Häufig gestellte Fragen


Häufig gestellte Fragen

Was ist Kindergarten plus?
Kindergarten plus ist ein Programm zur Stärkung der kindlichen Persönlichkeit. Es richtet sich an vier- bis fünfjährige Kinder in Kindertageseinrichtungen. Das Programm besteht aus neun Bausteinen (Modulen), die in einer extra dafür zusammengestellten Gruppe im Zeitraum von etwa drei bis vier Monaten durchgeführt werden.

Welche Ziele hat das Programm?
Kindergarten plus hat das Ziel, die soziale, emotionale und geistige Bildung der Kinder zu stärken und zu fördern. Unter Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten der Kinder werden die für den Lernerfolg im Kindergarten und im späteren Leben unverzichtbaren Basisfähigkeiten gefördert: Selbst- und Fremdwahrnehmung, Einfühlungsvermögen, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit, Wahrnehmung von Selbstwirksamkeit und Eigenkompetenz, Motivations- und Leistungsfähigkeit, Beziehungsfähigkeit.

Wie ist der wissenschaftliche Hintergrund?
Der dem Programm Kindergarten plus zugrunde liegende Bildungsbegriff orientiert sich an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Neurobiologie und Sozialwissenschaften, dass jedem geistigen Lernschritt ein emotionaler Entwicklungsschritt voraus geht. Kinder lernen durch aktives Erfahren und Erleben, in Dialog und Zusammenspiel. Bildung heißt daher, Kinder gleichermaßen emotional, sozial und geistig zu fördern. Studien mit Grundschulkindern zeigen, dass die Leistungen von Kindern und der Erfolg oder Misserfolg im schulischen Bildungssystem in hohem Maße davon abhängen, inwieweit zuvor emotionale und soziale Fähigkeiten ausgebildet werden konnten.

Wer führt Kindergarten plus durch?
Kindergarten plus wird von einer Trainerin/einem Trainer durchgeführt. Die Trainerin/der Trainer ist ein(e) Erzieher(in), die/der zuvor in einer Kindergarten plus-Fortbildung für das Programm geschult wurde. Normalerweise arbeitet sie/er in einer anderen Gruppe des Kindergartens. Sie/er kann auch aus einer anderen Einrichtung kommen. Als zunächst fremde Person weckt sie/er besonders die Neugier der Kinder. Ein(e) den Kindern aus dem Alltag vertraute Erzieher(in) ist während der Durchführung von Kindergarten plus dabei. Sie/er dient den Kindern als „sichere Basis“ und übernimmt wichtige Beobachtungsaufgaben.

Die Kindergarten plus-Gruppe kann auch gruppenübergreifend zusammengestellt werden, so dass die/der Trainer(in) Kinder in der Projektgruppe hat, die ihr bereits bekannt sind und die/der begleitende Erzieher(in) nicht Gruppenerzieher(in) aller teilnehmenden Kinder ist.

Welche Kinder nehmen an dem Programm teil?
Kindergarten plus ist für alle Kinder im Alter von vier bis fünf Jahren geeignet. Damit jedes Kind zu seinem Recht kommt, ist die Größe der Gruppe auf acht bis zwölf Kinder begrenzt. Das Fachteam des Kindergartens stellt die Gruppe in Absprache mit der Kindergartenleitung zusammen. Die ausgewählten Kinder sind nicht etwa besonders „geeignet“ oder „bedürftig“. Vielmehr geht es um eine möglichst bunte Mischung, bei der Mädchen und Jungen, eher zurückgezogene und eher impulsive Kinder gleichermaßen berücksichtigt werden.

Wie ist der Ablauf des Programms?
In den neun Modulen im Umfang von jeweils eineinhalb bis zwei Stunden geht es um die Themen Körper, Sinne, Gefühle (Angst und Mut, Wut und Freude, Traurigkeit und Glück), Beziehungen, Grenzen und Regeln, Dokumentation. In Spielen, Übungen, Gesprächen, Liedern und mittels kreativer Methoden werden die Kinder angeregt, sich selbst und andere mit ihren Eigenarten wahrzunehmen, Gefühle auszudrücken und zu benennen, Körperbewusstsein zu entwickeln, die eigenen Sinne zu erfahren, Konflikte gewaltfrei zu lösen und Kompromisse zu schließen. Um alle Sinne des Kindes anzusprechen, werden vielfältige Materialien verwendet: verschiedene Bildersets „Tula und Tim“, Musikinstrumente, Fingerpuppen, kleine Sportutensilien sowie Musik, die für das Programm speziell komponiert und/oder arrangiert wurde.

Die Kinder werden von zwei Handpuppen durch die Module begleitet: ein Mädchen und ein Junge mit Namen Tula & Tim. Die Puppen bringen Themen ins Spiel. Mit ihrer Hilfe werden die Reflexion des Erlebten und das vertiefende Üben und Modelllernen unterstützt.

Nach Ablauf des Programms erhalten die Kinder eine kindgemäße Bestätigung ihrer Teilnahme, durch die sie an ihre neu erworbenen Fähigkeiten erinnert werden: Bei jedem Modul können sie sich eine Perle aussuchen und bekommen dann am Ende des Programms die von ihnen selbst zusammengestellte Perlenkette. Außerdem erhält jedes Kind sein Fingerpuppenpaar sowie als Rückmeldung eine Kindergarten plus-Lerngeschichte.

Welche Materialien gehören dazu?
Zu dem Material-Set Kindergarten plus gehören Materialien für Kinder, Eltern und Erzieher(innen). Eine beigefügte CD-ROM enthält zahlreiche Text- und Bildmaterialien, die ausgedruckt werden können.

 

 
Nach oben Nach oben
 

 

Übersicht über die Materialien

  • Handbuch für Erzieher(innen) (220 Seiten) inklusive CD-ROM
  • Handpuppen Tula & Tim (Holz-/Stoffpuppen, Größe ca. 55 cm)
  • Namensschilder Tula & Tim (16 Expl.)
  • Set Gefühlsbilder Tula & Tim 1 bis 9 (kartoniert)
  • Set Gefühlsgesichter Tula & Tim 1 bis 10 (kartoniert)
  • Gefühlsbarometer (kartoniert)
  • Buch „Gesichter machen“ von Nicola Smee
  • Wutkissen, Holzrahmen, Wolle, Baumwolltücher (6 Expl.)
  • Set Fingerpuppen aus Holz (30 Expl.)
  • Set Holzperlen
  • Kinderlieder-CD Kindergarten plus (15 Expl.)
  • Liederheft Kindergarten plus
  • Lerngeschichte Kindergarten plus (15 Expl.)
  • Set Elterninformationen
  • Film (Kurz- und Langfassung) „Klug sein allein genügt nicht. Kinder brauchen emotionale Intelligenz“
  • Plakat Kindergarten plus (DIN A 2)
  • Evaluationsbogen Kindergarten plus
  • Tragetasche mit Kindergarten plus-Logo

Wie werden die Eltern einbezogen?
Eltern spielen für den Bildungserfolg ihres Kindes eine herausragende und unersetzliche Rolle. Sie werden in Kindergarten plus einbezogen. In vielen Kindertageseinrichtungen finden vor Beginn und am Ende des Programms Elterngespräche statt, auf denen über frühkindliche Bildungsprozesse informiert, die Idee von Kindergarten plus sowie Ergebnisse aus der Programmdurchführung dargestellt werden. Mit dem großen Faltblatt „Informationen“ sowie den Bögen der „Spiel- und Gesprächsanregungen für Kinder und Eltern“ können weitere Anregungen vermittelt werden.

Wie wird beobachtet und dokumentiert?
Einzel- und Gruppenbeobachtungen sind Bestandteil des Programms. Zum Abschluss erhält jedes Kind als individuelle Rückmeldung seine Kindergarten plus- Lerngeschichte. Die Lerngeschichte bietet eine wichtige Grundlage für Gespräche mit dem Kind, den Austausch im Team und die Entwicklungsgespräche mit den Eltern.

Wie wird ausgewertet?
Zu jeder Durchführung von Kindergarten plus gehört die interne Evaluation. Nach Beendigung des Programms füllen die/der Trainer(in) und die/der sie begleitende Erzieher(in) einen Evaluationsbogen aus. Eine Kopie des Bogens erhält die Deutsche Liga für das Kind. Die Rückmeldungen sind eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung des Programms.

Wer erhält das Zertifikat Kindergarten plus?
Nach der ersten Durchführung des Programms und nach Rücksendung des Evaluationsbogens erhält die Einrichtung das Kindergarten plus-Zertifikat. Das Zertifikat benennt ein Profilmerkmal und kann zum Beispiel im Eingangsbereich angebracht werden.

Wie hoch sind die Kosten?

Diese Seite wird zur Zeit überarbeitet. Weitere Informationen zun den Kosten finden Sie im Faltblatt zu Kindergarten plus

http://www.kindergartenplus.de/dl/Flyer_Kiga_plus_04-12.pdf

Wer fördert Kindergarten plus?
Kindergarten plus ist Bestandteil des Jugendprogramms der Deutschen Lions. Zahlreiche Lions Clubs in Deutschland fördern Kindergarten plus in Kindertageseinrichtungen vor Ort. Weitere Förderer sind u. a. Trägerverbände, Unternehmen, Unfallkassen, Krankenkassen, Fördervereine und Einzelpersonen. Die Deutsche Liga für das Kind ist bei der Vermittlung von Förderern behilflich. Der Förderbetrag kann zwischen verschiedenen Förderern beliebig aufgeteilt werden.

Wann kann eine Fortbildung stattfinden?
Eine Fortbildung kann vor Ort stattfinden, sobald mindestens vier Einrichtungen einer Stadt bzw. Region intessiert sind, das Programm durchzuführen und die Finanzierung gesichert ist. Ausnahmen hiervon sind nach Absprache möglich.

Wer hat Kindergarten plus entwickelt?
Kindergarten plus wurde von der Deutschen Liga für das Kind entwickelt. Die Deutsche Liga für das Kind ist ein bundesweit tätiges Netzwerk zahlreicher Verbände und Organisationen aus dem Bereich der frühen Kindheit. Zu den mehr als 250 Mitgliedsorganisationen gehören wissenschaftliche Gesellschaften, kinderärztliche und -psychologische Vereinigungen, Familien- und Jugendhilfeverbände sowie zahlreiche Lions Clubs. Ziel der Liga ist es, die seelische Gesundheit von Kindern zu fördern und ihre Rechte und Entwicklungschancen in allen Lebensbereichen zu verbessern.

Deutsche Liga für das Kind
Charlottenstraße 65
10117 Berlin

Tel.: 030-28 59 99 70
Fax: 030-28 59 99 71

E-Mail: post@liga-kind.de

www.liga-kind.de
www.kindergartenplus.de

    Nach oben  

 

 

 

Nach oben