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Newsletter Kindergarten plus Nr.
8 vom 29. März 2010
(1) Kindergarten plus-Website neu gestaltet und erweitert
Die Website www.kindergartenplus.de
wurde textlich und grafisch vollständig neu gestaltet und durch neue
Funktionen erweitert. Neben der Präsentation des Konzepts und Antworten
auf häufig gestellte Fragen bietet die Website Informationen für Förderer
und Träger sowie zu Inhalt und Organisation der Fortbildungen. In der
Rubrik „Kindergarten plus in Deutschland“ können
die einzelnen Bundesländer angeklickt werden. Es öffnet sich jeweils ein
Fenster, in dem sämtliche Kindertageseinrichtungen angezeigt werden, die
in diesem Bundesland Kindergarten plus durchführen. Eine entsprechende
Suchfunktion ist in der Rubrik „Infos für Lions Clubs“ geordnet nach Lions-Distrikten
vorhanden. Mit dem Button „Aktuelles“ ist der jeweils aktuelle Kindergarten plus-Newsletter
abrufbar. Unter „Nachbestellungen“ können die Materialien des Programms
jetzt auch bequem online bestellt werden. Im Download-Bereich sind weitergehende
Informationen zu dem Programm erhältlich. Außerdem werden die Mitarbeiter(innen)
von Kindergarten plus vorgestellt.
(2) Rückblick
auf den Fachtag Kindergarten plus 2009/2010
Am 18. Oktober 2009 fand im Berliner Jugend-Kultur-Zentrum „Pumpe“ der
erste bundesweite Fachtag Kindergarten plus 2009/2010 statt. Die Veranstaltung
richtete sich an Erzieher(innen), die das Programm bereits anwenden,
sowie an Fachkräfte, die Kindergarten plus erstmals kennen lernen wollten.
Der Fachtag schloss unmittelbar an die Jahrestagung der Deutschen Liga
für das Kind an. Präsentiert wurden die Weiterentwicklung und der aktuelle
Stand von Kindergarten plus. Bezüge zu wissenschaftlichen Erkenntnissen
hatten ebenso Platz wie neue Methoden zur Umsetzung des Programms.
Die Einführung von Prof. Franz Resch (Präsident der Deutschen Liga für
das Kind) und der Vortrag von Prof. Susanne Viernickel (Alice Salomon
Hochschule Berlin) behandelten unterschiedliche Aspekte der sozial-emotionalen
Entwicklung. Im Mittelpunkt des Vortrags von Stella Valentien (Deutsche
Liga für das Kind) standen die Weiterentwicklung von Kindergarten plus und die Präsentation der neuen Materialien.
Die sich anschließenden Workshops widmeten sich den Themen „Kindergarten plus für Einsteiger“, „Bewegte Gesprächskreise und klingende Gefühle
… Praktische Anregungen zu den Modulen“, „Handpuppenspiel“ sowie „Umgang
mit Kindeswohlgefährdung“. Den Abschluss bildete ein Podiumsgespräch
mit vier Erzieherinnen aus unterschiedlichen Bundesländern zur Einbindung
von Kindergarten plus in das Konzept ihrer Arbeit.
Die Vorträge des Fachtags sind im Internet unter www.kindergartenplus/downloads.htm erhältlich.
(3) Neue
Materialien im Gesamtpaket und zum Nachbestellen
Die Kindergarten plus-Materialien wurden
durch ein Set Baumwolltücher (50 × 50 cm, sortiert in sechs Farben) ergänzt.
Die Tücher können u. a. als kleine Tuchpuppen, als gefalteter „Angsthase“,
während der Bewegungsspiele oder im Bereich der Sinneswahrnehmung sowie
als Spielteppiche (Untergrund für die Fingerpuppen) genutzt werden. Anregungen
zur Nutzung werden in der Kindergarten plus-Fortbildung
oder im Rahmen von Aufbauseminaren vermittelt.
Ab Februar 2010 gehört das Baumwolltücher-Set zum Gesamtpaket Kindergarten plus. Das Tücher-Set kann auch einzeln nachbestellt werden.
(4) Nachschulungen,
Aufbau- und Erweiterungsseminare Kindergarten plus buchbar
Nachschulungen: Erzieher(innen), deren Fortbildung zur Kindergarten plus-Trainerin vor dem Kindergartenjahr 2008/2009 (d. h. vor der umfassenden
Überarbeitung und Erweiterung des Programms) liegt, sowie Erzieher(innen)
einer Kindergarten plus-Einrichtung, die nicht an der Fortbildung teilnehmen
konnten, haben die Möglichkeit, als Einzelpersonen in ein regional stattfindendes
Fortbildungsseminar einzusteigen. Die Kosten betragen 50,– Euro pro Person
für beide Tage.
Aufbauseminar Kindergarten plus: Die nachhaltige Verankerung von Kindergarten plus kann durch ein Aufbauseminar unterstützt werden. In dem eintägigen
Seminar wird die Durchführung des Programms in der Einrichtung ausgewertet.
Darüber hinaus werden ergänzende praktische Anregungen sowie Varianten
der Durchführung vermittelt.
Erweiterungsseminare: Die Deutsche Liga für das Kind bietet Fortbildungen
zu weiteren Themen im Zusammenhang mit Kindergarten plus an. Themen
u. a.: „Sprachförderung mit Tula & Tim“, „Umgang mit Kindeswohlgefährdung“.
Aufbau- und Erweiterungsseminare können sowohl als Einzelveranstaltung
als auch im Verbund gebucht werden. Die Fortbildung wird auf den Bedarf
vor Ort abgestimmt und ist sowohl als Inhouse-Seminar als auch als Veranstaltung
für mehrere Einrichtungen einer Region möglich. Die Kosten betragen 60,-
Euro pro Person pro Tag. Die Mindestteilnehmerzahl liegt bei acht Teilnehmer(innen).
Anmeldung und Organisation sämtlicher Veranstaltungen über die Geschäftsstelle
der Deutschen Liga für das Kind.
Deutsche Liga für das Kind, Charlottenstr. 65, 10117 Berlin
Tel.: 030-28 59 99 70, Fax: 030-28 59 99 71, E-Mail: post@liga-kind.de
(5) „Stark
fürs Leben“ und Kindergarten plus am 7. Mai in der Stuttgarter Liederhalle
Unter dem Titel „Stark fürs Leben. Gewalt in den Medien und ihre Auswirkung
auf die Entwicklung unserer Kinder“ findet am 7.5.2010 (9.00 bis 12.30
Uhr) in der Stuttgarter Liederhalle eine öffentliche Veranstaltung statt,
in deren Rahmen auch Kindergarten plus präsentiert wird. Veranstalter
sind die „Freunde des Lionsclubs International Distrikt 111-Süd-Mitte
e.V.“
Hauptreferenten zu dem Thema „Gewalt in den Medien und ihre Auswirkung
auf die Entwicklung unserer Kinder“ sind der Innenminister des Landes
Baden-Württemberg, Heribert Rech, sowie der Leiter des Berliner Instituts
für Gewaltprävention und angewandte Kriminologie, Dr. Frank J. Robertz.
Im Anschluss an die Vorträge stellen sich unter dem gemeinsamen Motto
„Stark fürs Leben“ die drei Präventionsprogramme Kindergarten plus,
„Klasse2000“ und „Lions-Quest“ vor.
Der Eintritt ist frei. Informationen
und kostenlose Anmeldung unter www.amiando.com/lions-jugend
(6) Gute
Qualität in Krippe und Kindertagespflege: Ausgabe „frühe Kindheit“ erschienen
Zu dem Themenschwerpunkt „Für die Jüngsten das Beste – Gute Qualität
in Krippe und Kindertagespflege“ ist die Ausgabe 6/2009 der Zeitschrift
„frühe Kindheit“ erschienen. Sie dokumentiert die gleichnamige Jahrestagung
der Deutschen Liga für das Kind am 16./17.10.2009 in Berlin. Das Heft
enthält ein Grußwort der ehemaligen Bundesfamilienministerin Renate Schmidt
und Beiträge u. a. von Lieselotte Ahnert („Chancen und Risiken früher
Tagesbetreuung“), Fabienne Becker-Stoll („Sichere Bindung an die Erzieherin
– Voraussetzung für gelingende Bindung“), Gabriele Haug-Schnabel („Alltag,
Bildung und Förderung in der Krippe“), Astrid Kerl-Wienecke („Entwicklung
guter Qualität in der Kindertagespflege“), Ann Kathrin Scheerer („Chancen
und Risiken früher Tagesbetreuung aus der Sicht des Kindes“), Éva Hédervári-Heller
und Jörg Maywald („Von der Eingewöhnung zur Erziehungspartnerschaft“)
sowie ein Interview mit Ilse Wehrmann („Wir werden nicht Bildungsrepublik,
wenn wir nicht unten nachbessern“).
Das Heft kann bei der Geschäftsstelle der Deutschen Liga
für das Kind zum Preis von 3,50 Euro (zzgl. Versandkosten) bestellt werden
(bei Abnahme ab zehn Heften 3,– Euro pro Stück.
Deutsche Liga für das Kind, Charlottenstr. 65, 10117 Berlin
Tel.: 030-28 59 99 70, Fax: 030-28 59 99 71, E-Mail: post@liga-kind.de
(7) Präventionspreis
Frühe Kindheit 2010: Bewerbungsfrist bis zum 15. Mai verlängert
Unter dem Titel „Für die Jüngsten das Beste – Pädagogische Qualität in
Krippe und Kindertagespflege“ hat die Deutsche Liga für das Kind zum
vierten Mal den Präventionspreis Frühe Kindheit ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist
für den Preis wurde nun bis zum 15. Mai verlängert.
Mit dem Präventionspreis werden wissenschaftliche Leistungen oder praxisbezogene
Projekte ausgezeichnet, die sich die Förderung der seelischen Gesundheit
und der Rechte der Kinder in den ersten Lebensjahren zur Aufgabe gemacht
haben und deren Ergebnisse eine wegweisende oder beispielgebende Funktion
erwarten lassen.
Die formlosen Vorschläge können sich auf die Tätigkeit von Einzelpersonen,
Gruppen, Initiativen oder Institutionen beziehen. Selbstvorschläge sind
erwünscht.
Das Preisgeld beträgt 5.000,– Euro. Eine Aufteilung des
Preisgeldes ist möglich.
Über die eingegangenen Vorschläge entscheidet eine
vom Vorstand der Liga berufene, interdisziplinär besetzte und ehrenamtlich
tätige Jury, der hervorragende Fachleute aus Wissenschaft, Praxis und Politik
angehören. Der Preis wird im Rahmen der Jahrestagung am 15./16.10.2010
in München verliehen.
Bewerbungen sind zu richten an die Deutsche Liga für
das Kind, Charlottenstr. 65, 10117 Berlin
Tel.: 030-28 59 99 70, Fax: 030-28 59 99 71, E-Mail: post@liga-kind.de
(8) Jahrestagung
der Liga 2010: Väter in neuer Verantwortung
Unter dem Titel „Väter in neuer Verantwortung“ findet am 15./16.10.2010
in München die diesjährige Jahrestagung der Deutschen Liga für das Kind
statt. Die Veranstaltung behandelt u. a. folgende Fragen: Wie viel Vater
braucht ein Kind? Welches Engagement, wie viel Zeit, welche Beziehung
ist angemessen? Wie lassen sich Vaterschaft, Berufstätigkeit, Partnerschaft
und Zeit für sich selbst verbinden? Gibt es besondere, unersetzliche
väterliche Eigenschaften, von denen Kinder profitieren? Ziel der öffentlichen
Jahrestagung ist es, die Anforderungen an moderne Vaterschaft zu benennen
und Chancen aber auch Hindernisse und Fallstricke der väterlichen Rolle
aufzuzeigen. Vortragsthemen und Referent(inn)en u. a.: „Die Veränderung
der Stellung des Vaters im Recht – wer profitiert davon?“ (Dr. Lore Maria
Peschel-Gutzeit, Rechtsanwältin und Senatorin für Justiz a. D., Berlin),
„Der Vater ist tot! Es lebe der Vater! Zur Zukunft einer Reizfigur“ (Prof.
Dr. Dieter Thomä, Universität St. Gallen), „Väterliche Fürsorge: Erkenntnisse
aus der Neurobiologie“ (Prof. Dr. Anna Katharina Braun, Otto-von-Guericke-Universität
Magdeburg), „Die Rolle des Vaters rund um die Geburt“ (Dr. Michael Abou-Dakn,
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Berlin), „Väter unter
Druck. Konturen neuer Väterbilder. Die Gesellschaft entdeckt die Männer
neu“ (Tanja Merkle, Soziologin, SINUS Sociovision Heidelberg), „Alles
fremd und doch auch ähnlich? Väter mit Migrationshintergrund“ (Michael
Tunç, Sozialpädagoge, Köln), „Vielfalt und Bedeutung von Vater-Kind-Beziehungen
nach Trennung und Scheidung“ (Prof. Dr. Sabine Walper, Ludwig-Maximilians-Universität
München).
Die interdisziplinäre Tagung richtet sich an Mitarbeiter(innen) in pädagogischen,
sozialen und medizinischen Einrichtungen, an Verantwortliche in Politik,
Verwaltung und Verbänden, an Studierende und Auszubildende sowie an alle,
die am Thema „Väter“ interessiert sind.
Das vollständige Programm ist ab Ende April erhältlich. Informationen
und Anmeldung:
Deutsche Liga für das Kind, Charlottenstr. 65, 10117 Berlin
Tel.: 030-28 59 99 70, Fax: 030-28 59 99 71, E-Mail: post@liga-kind.de
(9) Kinder
mit Migrationshintergrund besuchen noch zu selten eine Kita
Kleinkinder mit Migrationshintergrund besuchen in Westdeutschland noch
zu selten eine Kindertageseinrichtung oder eine vergleichbare Bildungs-
und Betreuungseinrichtung. Zwar liegt die Teilhabequote von drei- bis
sechsjährigen Kindern bei insgesamt 84 Prozent – zwischen den alten Bundesländern
gibt es aber erhebliche Unterschiede. So liegen zwischen dem Spitzenreiter
Baden-Württemberg (94 Prozent) und Schlusslicht Schleswig-Holstein (60
Prozent) immerhin 34 Prozent-Punkte. Das zeigen Ergebnisse des Ländermonitors
Frühkindliche Bildungssysteme der Bertelsmann Stiftung.
Neben Baden-Württemberg besucht im Saarland (91 Prozent), in Rheinland-Pfalz
(89 Prozent), Nordrhein-Westfalen (88 Prozent) und Hessen (86 Prozent)
ein relativ hoher Anteil der Kleinkinder mit Migrationshintergrund eine
Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege. Größeren Nachholbedarf
bei der frühkindlichen Bildung und Betreuung sieht die Bertelsmann Stiftung
wegen geringerer Beteiligungsquoten in Berlin (80 Prozent), Niedersachsen
(76 Prozent), Bayern und Bremen (jeweils 75 Prozent) sowie in Hamburg
(72 Prozent).
In Schleswig-Holstein öffnet sich die Schere beim Besuch von Kindertageseinrichtungen
besonders weit: Während hier 91 Prozent der drei- bis sechsjährigen ohne
Migrationshintergrund eine Kita besuchen, sind es nur 60 Prozent der
Kinder mit Migrationsgeschichte. Ähnlich auffällige Unterschiede gibt
es in Bayern (95 zu 75 Prozent), Bremen (96 zu 75 Prozent) und Berlin
(100 zu 80 Prozent). Die niedrigeren Beteiligungsquoten weisen aus Sicht
der Bertelsmann Stiftung darauf hin, dass Kinder mit Migrationshintergrund
häufiger nicht oder erst im letzten Jahr vor der Einschulung eine Kindertageseinrichtung
besuchen.
„Wir müssen die Barrieren abbauen, die Kinder aus Zuwandererfamilien
heute vom Besuch einer Kindertageseinrichtung fern halten. Sonst verschenken
wir die Chance, dass auch diese Kinder durch einen mehrjährigen Kita-Besuch
gefördert werden und hierbei ihre Sprachkenntnisse in Deutsch deutlich
ausbauen können“, sagte Vorstandsmitglied Dr. Jörg Dräger von der Bertelsmann
Stiftung. Das geplante Betreuungsgeld sei der völlig falsche Anreiz.
Vielmehr sei es Aufgabe der Politik, die Hindernisse zu beseitigen, Beteiligungsquoten
von Kindern mit Migrationshintergrund zu erhöhen und so Chancengerechtigkeit
herzustellen.
Quelle: Pressemeldung der Bertelsmann Stiftung vom 4.1.2010
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